Bixa Travesty

Claudia Priscilla und Kiko Goifman, BRA 2018, 75 Min., Port./d
Teddy Award for Best Documentary (Berlinale 2018)

Samstag, 10. November, 16.30 Uhr, stattkino

Unterstützt von:     
 

Linn da Quebrada ist eine schwarze Transfrau aus dem Armenviertel São Paulos. Als charismatische Pop-Performerin erhebt sie ihre Stimme für Queers of Colour aus den Favelas. Begleitet von ihrer Jugendfreundin und Komplizin, der schwarzen Transfrau und Sängerin Jup do Bairro, sind ihre Konzerte eine Wucht. In exorbitanten Kostümen und viel Twerking wirbeln ihre Performances Brasiliens weisse heteronormative Geschlechterordnung und den Machismo des Landes durcheinander. Private Momente zeigen eine sanftere Seite: Während sie mit Freunden duscht oder mit ihrer Mutter kocht, geht es um Liebe, Rassismus und Armut. Archivaufnahmen in Form von Homevideos zeigen sie in einem Spital während ihrer Krebsbehandlung. Linn benutzt radikale Nacktheit als Mittel, um festgelegte Geschlechterrollen zu hinterfragen. Die Dokumentation zeigt sie auch in Radiointerviews, in denen sie ihre Überzeugungen über Feminismus und Transsexualität eindringlich vertritt: als eine Frau mit einem Penis, deren Geschlechtsidentität nicht an ihre Genitalien gebunden ist, sondern sich in einem permanenten Wandel befindet.
 

Vorfilm:

Riot Not Diet

Julia Fuhr Mann, DE/AT 2018, 17 Min., D/e
In Anwesenheit von Julia Fuhr Mann und Brandy Butler (Darstellerin)
«Best German Short Film» (XPOSED Queer Film Festival Berlin 2018)

Ein goldenes Sommerkleid in XXL, ein Eis, das langsam auf den heissen Boden tropft. «Riot Not Diet» schafft eine queer-feministische Utopie weit weg von BMI1-Normen und männlichem* Blick.

1BMI = Body-Mass-Index. Masszahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen.

> Trailer Bixa Travesty         > Trailer Riot Not Diet

> Programmübersicht
 

Teile diesen Artikel via: